Wenn Sie von der Blutspende nach Hause fahren fängt für den Blutspendedienst die Arbeit erst so richtig an.

Die Blutkonserven werden unmittelbar nach der Spende nach Bad Kreuznach, in die Hauptzentrale des Blutspendedienstes West, gebracht.

Doch bis das Blut zum Patienten gelangt muss es erst aufwendig vorbereitet werden.  Das Blut wird zuerst gefiltert. Dann wird jede Spende auf unterschiedliche Erreger wie z.B. HIV, Hepatits oder Syphillis untersucht. Die Untersuchungsergebnisse sind selbstverständlich streng vertraulich. Sollten Auffälligkeiten auftreten werden Sie umgehend vom Blutspendedienst kontaktiert. Im Anschluss werden die Konserven zentrifugiert und schließlich, nach Bedarf, in seine drei  Hauptbestandteile zerlegt: Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten, die Blutblättchen (Thrombozyten) und das Blutplasma, der flüssige Blutteil.

Diese drei „Blutprodukte“ kommen bei vielen unterschiedlichen Therapien zum Einsatz. Menschen die an einer Störung der Blutgerinnung leiden können beispielsweise mit Thrombozytenkonzentrat behandelt werden. Blutarmutpatienten können dank der Erythrozytenkonzentrate überleben und Unfallopfern, die große Mengen Blut verloren haben, kann mit dem Plasma geholfen werden. Je nach Krankheitsbild werden auch sogenannte Vollblutspenden verabreicht.

Doch längst nicht jeder Mensch kann jede Blutspende erhalten. Um möglichst vielen Menschen Blutprodukte zur Verfügung stellen zu können, müssen entsprechend viele unterschiedliche Blutgruppen vorgehalten werden.

So kann zum Beispiel ein Patient der die Blutgruppe B besitzt, nur Blut von einem B, AB oder 0 Spender erhalten. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf unserer Seite >Blutgruppen<.

 

Im Video zeigen die Kollegen des Bayrischen Roten Kreuz wie die Konserven verarbeitet werden.