Geschichte

Rot-Kreuz Gruppierungen gab es im Heckenland schon lange vor 1970. Diese bestanden aus den Ortsgruppen Niersbach, Arenrath und Binsfeld. 1971 beschloss man, sich zusammen zu schließen. Der DRK Ortsverein Heckenland war geboren. Aufgrund von wechselnden Führungen, war der OV mal mehr und mal weniger gut personell bestückt.

Die Registrierung des e.V. erfolgte erst im Sommer 2017. In der damaligen Zeit war es für kleine Gruppen einfacher und vorteilhafter als Untergruppe des Kreisverbandes zu agieren. Heute sieht das etwas anders aus. Mit der Vorstandswahl vom 22.01.2017 wurde die e.V.-Eintragung zum Hauptziel für 2017 erklärt und eingehalten.

Aktuell zählen wir 12 Mitglieder in der Bereitschaft, sieben Mitglieder im JRK und zwei inaktive Mitglieder.

Der Ortsverein Heckenland agiert „weitestgehend“ autark. Wir entscheiden eigenständig über Mitgliedsangelegenheiten, Anschaffungen, Ausbildung innerhalb des OV, Räumlichkeiten, Größe und vieles mehr. Dennoch sind wir an den Kreisverband gebunden. Er leitet die Ortsvereine auf höherer Ebene und führt sie zusammen (an einen Tisch). Beispielsweise wird der Katastrophenschutz auf Kreisebene organisiert. Nur so ist gewährleistet, dass im Falle einer Großschadenslage möglichst viele Helfer mit Material alarmiert werden. Zu diesem Zweck üben wir regelmäßig mit den anderen Ortsgruppen im KV Bernkastel-Wittlich. Aber auch Aus- und Weiterbildungen, sowie große Sanitätsdienste (Weinfest Bernkastel) werden auf Kreisebene organisiert.

Ziele

Alle unsere Helfer haben eines Gemeinsam: Sie haben Spaß am helfen.

Wir wollen Hilfe dorthin bringen, wo sie benötigt wird. Wir passen auf, dass euch nichts passiert wenn ihr feiern seid. Wir zeigen euch, wie Erste Hilfe geht. Wir stehen mitten in der Nacht auf, um einen lebensbedrohlichen Zustand abzuwenden und wir sind für euch da, wenn das Schicksal mit aller Härte zugeschlagen hat. Wenn ein Bus verunglückt ist oder ein Unwetter den Ort zerstört hat, verlassen wir unsere Familien und Arbeitsplätze um euch in Sicherheit zu bringen.

Das alles tun wir ehrenamtlich. Rund um die Uhr. 365 Tage im Jahr.

Und warum das alles? Die Bereitschaft zu helfen geht immer weiter zurück. Kaum einer hat noch Lust sich ehrenamtlich zu engagieren. Dieses Problem haben nicht nur wir, sondern auch die  Feuerwehren und andere Hilfsorganisationen. Wir wollen den Menschen zeigen wie wichtig es ist sich in der Gesellschaft zu engagieren.

Die Bereitschaft ist, wie der Name schon sagt, an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr in Bereitschaft. Sie rücken bei Großschadenslagen aus, bauen Großraumzelte auf, richten Behandlungsplätze ein und betreiben diese. Sie fahren als First Responder zum medizinischen Notfall ins Nachbardorf und besetzen die Sanitätsdienste. Um jederzeit bereit zu sein, treffen wir uns regelmäßig zum Übungstag/ -abend.

Das Jugendrotkreuz stellt unseren Nachwuchs sicher. Die Kinder und Jugendlichen werden Schritt für Schritt an die Erste Hilfe herangeführt und lernen spielerisch, wie im Ernstfall richtig geholfen werden kann.

Die Blutspende stellt sicher, dass Kranke und verletzte Menschen überleben können. Die technische Durchführung liegt beim Blutspendedienst West. Die Organisation obliegt dem Ortsverein. Es muss eingekauft, organisiert und aufgebaut werden. Außerdem muss das Essen zubereitet werden und während der Spende dafür gesorgt werden dass alles läuft.

Wir benötigen immer Hilfe für die oben genannten Bereiche. Aber auch bei der Organisation des Vereins oder des Lagers ist jede Hilfe willkommen. Vorausbildungen sind nicht nötig.

2/3 des Katastrophenschutzes in Deutschland baut auf Ehrenamtler. Im Heckenland sind es sogar 100%. Hier gibt es keine Berufsfeuerwehr die immer vor Ort ist. Stellen Sie sich vor Ihr Haus brennt. Sie setzen einen Notruf ab, doch es kommt niemand. Das ist schon längst keine Seltenheit mehr. Oder hunderte Menschen benötigen medizinische Versorgung weil eine Chemikalie ausgetreten ist, doch das nächste Krankenhaus ist 25km entfernt. Sie müssen Ihr Haus verlassen weil es überschwemmt wurde, aber niemand bietet Ihnen Schutz? Ganz so weit ist es zum Glück noch nicht. Aber nur wenige Arbeitgeber sind bereit, ihre Mitarbeiter für einen Einsatz gehen zu lassen und noch weniger Menschen sind bereit, unentgeltlich ihre Freizeit zu opfern und zu helfen.

Lange Rede kurzer Sinn:
Wir möchten Helfen, wenn Hilfe gebraucht wird. Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern in der Region zeigen, wie einfach es ist Erste Hilfe zu leisten. Und wir sind stolz darauf, eine solch wichtige Aufgabe zu haben!

Aufbau und Struktur

Das „Rote Kreuz“ agiert weltweit. Dabei handelt es sich nicht immer nur um das „DRK“, also das Deutsche Rote Kreuz.

Der Dachverband aller Rot-Kreuz und Rot-Halbmondbewegungen ist das IKRK. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, mit Sitz in Genf, in der Schweiz. Die tiefere Geschichte finden Sie hier. Dem IKRK gehören die Bundesverbände an, welcher in unserem Fall in Berlin sitzt. Hier beginnt das eigentliche DRK. Dinge, wie z.B. das Erscheinungsbild, Werbekampagnen, Auslandseinsätze und vieles mehr, werden von hier organisiert. Der Bundesverband ist ebenfalls international tätig und der Dachverband aller Rot-Kreuz-Gruppen in Deutschland.

Dem Bundesverband gehören die Landesverbände an. Sie treffen alle Regelungen und Vorgaben auf Landesebene. Für Rheinland-Pfalz sitzt der Landesverband (LV) in Mainz. Dem LV wiederum sind die Bezirksverbände (für uns Bezirksverband Trier) unterstellt. Wichtige Dinge, wie z.B. verschiedene Ausbildungen, werden auf dieser Ebene durchgeführt. Dem BV sind die Kreisverbände unterstellt, welche wiederum die Ortsvereine mit den Bereitschaften und einzelnen Fachgruppen unter sich organisieren. Klingt kompliziert? Ist aber notwendig. Um die Ziele, wie das Erscheinungsbild, Werbekampagnen, Ausbildungen, usw. deutschlandweit für eine so große Vereinigung wie das DRK zu organisieren, ist eine klare Verteilung der Aufgaben und Kompetenzen unumgänglich.